Der ewige Kampf um bezahlbaren Wohnraum

Es ist mittlerweile fast schon ein leidiges Thema in den deutschen Nachrichten – und damit zeigt sich bereits, wie relevant es für die gesamt-gesellschaftliche Struktur der Bundesrepublik steht: die Frage darüber, was als bezahlbarer Wohnraum definier


Als Zugpferd der Debatte hat, wie so oft in der letzten Zeit, Berlin das Zepter in die Hand genommen. Denn hier zeigt sich am heftigsten, wie die Gentrifikation bereits Teil der neuen Identität der Hauptstadt geworden ist. Immer mehr Altbauwohnungen werden Teil einer Umstrukturierung, der immer mehr Menschen zum Opfer fallen. Wie aber ist das zu erklären und welchen Trend werden wir in Zukunft erwarten müssen?

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Stichwort „Eigennutzung“

Das Stichwort „Eigennutzung“ kann auch gut und gerne zum Deutschen Unwort des Jahres gekürt werden, denn selten war etwas so negativ belastet wie ein Ausdruck, mit dem Eigentümer ihr Recht ausüben wollen. Unter „Eigennutzung“ fällt nämlich nicht nur die tatsächliche eigene Nutzung der Immobilie, sondern auch eine gewerbliche Nutzung, sei es für AirBnB oder andere Dienste. Als Eigentümer kann man somit also relativ einfach bestehende Mieter auf die Straße setzen, um sich dann einen netten Brotgewinn zu ermöglichen, indem man seine meist hochwertige Wohnung – und in Berlin sind das immer noch sehr viele, besonders jene mit Altbau – für Touristen und Gäste zu vermieten. Was mit dem Mieter dann passiert ist oft zweitrangig, leider.

Immerhin scheint sich allerdings auch auf Bundesebene dagegen Protest zu entwickeln. So muss die Eigennutzung mittlerweile lange im Voraus angekündigt werden. Somit haben Mieter dann länger die Chance, sich nach neuem bezahlbarem Wohnraum umzugucken, ohne Gefahr zu laufen, von heute auf morgen auf der Straße zu landen.
 


Bezahlbarer Wohnraum

Was aber ist das, dieser ominöse, bezahlbare Wohnraum? Ähnlich wie in anderen Metropolen der Welt – New York nach dem Einwanderungsboom des 20.Jahrhunderts oder auch London als vielleicht hipste Stadt der Welt – leiden ebenfalls unter einer Knappheit an Wohnungen für jene, die dort leben und arbeiten wollen. Das hat zur Folge, dass immer mehr Menschen in den äußeren Stadtbezirken leben und täglich pendeln; die Folgen sind noch immer nicht eindeutig geklärt. In Berlin ist das Problem, dass die Stadt irgendwann keinen Platz mehr hat um zu expandieren. Daher wird der bestehende Wohnraum knapp – und somit teuer. Nicht selten kommt es also zu Schlagzeilen, in denen Mieter die bereits seit der Wende in ihren Wohnungen leben, mit horrenden Forderungen der Vermieter nach und nach vertrieben werden, um einer jungen und bessergestellten Generatio Platz zu machen.

Die Politik scheint hier zwar immer wieder helfen zu wollen, allerdings wirkt es so, als wäre sie machtlos in Zeiten der zunehmenden Gentrifikation der Städte. Proteste unter den Einwohnern und Bewohnern allerdings macht sich immer schneller bemerkbar, denn auch wenn man sich die eigene Wohnung noch leisten kann, so würde eine Verteuerung des eigenen Stadtbezirks auf Dauer auch Auswirkungen auf andere Bereiche des Lebens bedeuten. Wenn Restaurants und Läden ihre Preise anziehen, um der zahlungskräftigeren, neuen Nachbarschaft ihre Qualitätsprodukte anzubieten, dann werden auch jene mit günstigen Mieten damit zu kämpfen haben.




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