Nachbarschaftsterror

Lärm und Krach

Moderator: Klaus

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Chessy
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Nachbarschaftsterror

Beitrag von Chessy » 05.10.2014, 08:33

Hallo,

Es besteht die folgende Situation:

A wohnt seit 5 Monaten in einem Dachgeschoss in einem Mietshaus mit 6 Mietsparteien. Im Ergeschoss gibt es gewerbliche Einheiten, die aber nicht stören (weder Lärm noch geruch).

Die Wohnung unter A ist leer und 2 Stockwerke unter A wohnt Familie B (2 Kinder, eines ca. 10 und das andere knapp 1 Jahr). Das Haus ist 17 Jahre alt und ist gut schallisoliert gegen Musk etc. A hat sich vor dem Einzug beim vermieter informiert, ob das Haus ruhig ist und es wurde bestätigt. Ca. 1 Monat nach As Einzug, sind A zum ersten mal konstante dumpfe Geräusche in der Wohnung aufgefallen. Nach mehrmaligem Überprüfen hat A herausgefunden, dass diese Geräusche von Familie B kommen.

A hat versucht mit Familie B gesprochen und sich auch an die Mietsagentur gewendet, jedoch wurde A von der Agentur nur gesagt, dass er mit B reden soll. A hat sich also noch einmal mit B unterhalten und auch einen freundlichen Brief geschrieben in dem die Situation dargelegt wurde. Leider hat sich kaum etwas getan. Als A auf Arbeit war hat sich As Mitbewohner (ohne Deutsch Kenntnissse, nur Englisch) einmal zur Tür von B begeben und geben man möge leiser sein. Leider hat B sich dadurch bedroht gefühlt und sofort die Polizei gerufen.

Danach hat A selbst noch einmal mit B gesprochen und es trat kurzeitig eine Besserung ein. Leider hat sich das ganze nun so entwickelt das am Wochenende und teilweise bis 3 Uhr morgens konstantes getrampel zu hören ist. Ruhezeuten werden nicht beachtet. As Mitbewohner traut sich nicht mehr bescheid zu sagen (wegen Polizei) und versucht sich manchmal mit Klopfzeichen bemerkbar zu machen, ohne Erfolg. A ist sehr sicher das fast alles Geräusche von B kommen, da als B im Urlaub war das Haus ganz still war und auch wenn das ältere Kind in der Schule und der Vater von B auf Arbeit sind herrscht weitestgehend ruhe.

A und Mitbewohner fühlen sich sehr gestresst und wollen umziehen, sind jedoch noch ca. 10 Monate im Mietsvertrag "gefangen".

A weiss nicht mehr was er noch tun soll, da die Situation inzwischen aus gesundheitliche Probleme Verursacht (Herzrasen, stress, übelkeit etc.). Kann A von der Agentur verlangen, dass das Parkett von B auf fehlende Trittschalldämmung untersucht wird? Oder gibt es für A einen Weg die Wohnung vorzeitig ohne Kautionsverlust zu verlassen?

A vermutet inzwischen das B seinen sohn absichtlich zum Rennen in der Wohnung anstiftet, da wenn er auf Arbeit ist ruhe herrscht. Leider Kann A dies aber nicht beweisen. A ist auch bewusst, dass Kinderlärm ein heikles Thema ist, aber muss A denn wirklich stundenlanges Getrampel Tag ein und Tag aus ertragen?

Ich danke für all Antworten!

Klaus
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Re: Nachbarschaftsterror

Beitrag von Klaus » 05.10.2014, 08:46

Also entweder habe ich die Geschichte falsch verstanden.....

Wenn man im "Dachgeschoss" wohnt wie kann man sich dann über eine fehlenden Trittschalldäummung des Nachbarn 2 Stockwerke drunter beschweren. Das kann kaum vom "Laufen" stammen. Dumpfe Geräusche sind eher "Bass" einer Stereoanlage.
Ich würde mir einen "Zeugen" ins Haus holen der den Lärm bestätigen kann. Danach die Miete mindern. Jedoch kommt man deswegen kaum aus dem Mietvertrag, zumal das nur 10 Monante sind. Ein Verfahren vor Gericht wird länger dauern und für eine fristlose Kündigung reicht das kaum.

Einzige Chance wäre es wenn dem Vermieter der "Mangel" bekannt war und deswegen bereits ein Vormieter geklagt hat. Nur muss man den erst mal finden.

Ansonst kann man bei Lärm ab 22 Uhr die Polizei rufen und vorher das Ordnungsamt. Jedesmal....
Um ein perfektes Haus muss eine 3 Meter hohe Mauer passen !

Chessy
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Re: Nachbarschaftsterror

Beitrag von Chessy » 05.10.2014, 11:44

Danke für die Antwort!

Es handelt sich leider wirklich um stampfen, dies wurde von mehrmals überwacht und bestätigt sozusagen. Angeblich ist A auch die einzige Mietspartei, die Probleme hat und es gab wohl vorher nie beschwerden. Leider weiss A nicht wann das Parkett verlegt worden ist (ob es beim EInzug der Familie schon da war oder nicht).

Die ganze Situation ist sehr seltsam, gerade da man die restlichen Mieter im Haus NIE hört außer es wird sich einmal ganz arg gestritten oder ähnliches. Gerade auch weil es ja 2 Stockwerke sind ist es komisch. Zwar ist die Wohnung dazwischen leer, aber könnte dies das Geräusch dermaßen verstärken?

Klaus
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Re: Nachbarschaftsterror

Beitrag von Klaus » 05.10.2014, 12:13

Spielt keine Rolle wer, was wie. Der LÄrm kann ja wohl in dem Haus vor "irgendwo" kommen.

Ist in der Wohnung ein unzumutbarer Lärm der das wohnen unmöglich macht kann man die Miete mindern. Wäre er Gesundheitsgefährden könnte man fristlos kündigen.

Hätte der Vermieter von dem Mangel gewusst und bewusst verschwingen wäre er schadenersatzpflichtig.

Nur ob es sich lohnt wegen noch 10 Monaten einen Rechtstreit mit ungewissem Ausgang ??
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Torrez
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Re: Nachbarschaftsterror

Beitrag von Torrez » 22.05.2015, 12:01

Wie wäre es mit bautechnischen Maßnahmen zur Schallisolierung? Und zwar nicht bei Bewohner A, sondern bei B! Hier denke ich, dass die Schallisolierung ihren Zweck nicht erfüllt hat, wenn das Getrampel weit unter der Wohnung noch zu hören ist! Die Kosten kann der Vermieter gern übernehmen, da er auf falschen Tatsachenbehauptungen davon ausging, dass die Wohnung ziemlich ruhig ist. Ich habe mich mal informiert. Dachbereiche von innen heraus mit porösen Dämmstoffen (Steinwolle oder Naturfasern wie Flachs, Hanf oder Zellulose) als Füllmaterial verwendet werden.

Samtpfote-21
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Re: Nachbarschaftsterror

Beitrag von Samtpfote-21 » 04.05.2016, 12:26

Solchen Pfeifen sollte man, mal.....

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